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 Mehrhooger  Wappen

Wappenschild schräg rechts geteilt, Gold auf grünem Grund . An der Herzstelle ein Rundschild, ebenso geteilt, jedoch grün – Gold.

Aufgrund der hiesigen Bodenstruktur, mit sandiger Heide mit Kiefernbestand und der Niederung mit Grünland, wurden die Farben Gelb und Grün gewählt. Es soll die geographische Erscheinung darstellen.

In Anlehnung an das Hamminkelner Wappen steht ein zentraler Kreis in Wechselfarbe, allerdings werden in unserem Wappen die Farben Gold – Grün statt Silber – Grün verwendet. Der Mittelkreis symbolisiert den Stadtteil Mehrhoog als Ort im Grünen. Die Diagonale versinnbildlicht den Verlauf der Eisenbahntrasse, von Nordwest nach Südost, der Mehrhoog seine Entstehung und Weiterentwicklung verdankt.

Das Wappen ist klar gegliedert, neutral und zeitlos gestaltet und entspricht im Wesen auch unserem jungen Ort. Bei der Darstellung wurde bewußt auf unbedeutende Gegenstände und überflüssiges Beiwerk verzichtet.


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          Älteres Mehrhooger Wappen

Bis zur Kommunalen Neuordnung am 1. Jan. 1975.


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Mehrhoog

Koordinaten                       51° 44′ 19″ N, 6° 50′ 29″ E
Höhe                                         23 m ü. NN
Fläche                                        13,0 km²
Einwohner                                
31.12.1995 : 6.461 Einwohner
31.12.2000
: 6.623 Einwohner
31.12.2005 : 6.564 Einwohner
31.12.2010
: 6.520 Einwohner
Eingemeindung                           1. Jan. 1975
Postleitzahl                                   46499
Vorwahlen                                02857, 02850


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Mehrhoog ist ein Ortsteil von 46499 Hamminkeln und hat ca.6600 Einwohner .

Die Stadt Hamminkeln liegt am unteren Niederhein im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein Westfalen und ist eine mittlere Kreisangehörige Stadt des Kreises Wesel im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Bahnhof : "Mehrhoog" an der Hollandstrecke (KBS 420), der vom RheinExpress (RE 5) und in der Hauptverkehrszeit von der RegionalBahn "Der Weseler" "RB (RB 35) bedient wird.

Straße :  Mehrhoog liegt direkt an der Bundesstraße 8 (B 8),in unmittelbarer Nähe zur Bundesautobahn 3 (A 3 , Oberhausen-Arnheim)

In Ortsnähe treffen sich die Bundesstraße 8, die Landesstraße 602 und die Kreisstraße 11.


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Im Siebenjährigen Krieg besiegte am 5. August 1758 in der Schlacht bei Meer(franz. Affaire de Meer, heute Hamminkeln-Mehrhoog) der braunschweigische Generalleutnant von Imhoff die französischen Truppen unter General Chevert.


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1817 : 202 Einwohner
1838
: Eine Urkunde nennt Mehrhoog in der jetzigen Schreibweise.
1840
: Volkszählung , 355 Einwohner
1854 - 1856
: Der Bahnhof wird gebaut
1858 : Zur Erinnerung an die Schlacht bei Mehrhoog am 05.08.1758 wird am Komunalweg von Mehrhoog nach Mehr ein Gedenkstein errichtet und am 05.08.1858 eingeweiht.
1895
: Gründung des Bürgerschützenvereins Mehrhoog
1901
: 658 Einwohner
1908
: Kath. Volksschule wird gebaut
1912
: Erweiterungsbau der kath. Volksschule
März 1945 : Operation Varsity , Luftlandung der Alliierten
17.Oktober 1956
: Beginn der Arbeiten zur Erweiterung der Kreuzschule um 2 Schulklassen, 1 Kochraum und 2 Lehrerwohnungen
01.Juni 1957
: Fertigstellung der Siedlung Obbergshof mit 16 Wohnungen
15.Januar 1958
: Fertigstellung der Erweiterung der Kreuzschule
September 1962
: Beginn des Neubaus der evangelischen Volkschule (Dietrich-Bonhoeffer-Schule)
September 1964
: Einrichtung der evgl. Volkschule mit Turnhalle (Dietrich-Bonhoeffer-Schule).
17.September 1964
: Einweihung der Dietrich-Bonhoeffer-Schule
Oktober 1964
: Grundsteinlegung zum Neubau der kath. Kirche
April 1965
: Eröffnung der Geschäftsstelle des Wasserbeschaffungs- und Versorgungsverbandes der Ämter Haldern , Ringenberg und Schermbeck in Mehrhoog.
Februar 1966
: Richtfest der kath. Kirche
Februar 1966
: Inbetriebnahme des kath.Kindergartens
Mai 1966
: Einweihung des Friedhofes
Mai 1966
: Beginn des Baues der Kläranlage
August 1966
: Übergabe des Kindergartens
Oktober 1966
: Einweihung der kath. kirche "Heilig Kreuz" durch Weihbischof Baaken
Februar 1967 : Übergabe des Neubaues der Zweigstelle des Spar- und Kreditvereins
Mai 1967
: Inbetriebhahme der Kläranlage
11.Juli 1970
: Verabschiedung des langjährigen Schulleiters der evgl. Volkschule (Dietrich-Bonhoeffer-Schule), Wilhelm Oploh
18.Oktober 1970
: 50 jähriges Bestehen der KAB Haffen-Mehr-Mehrhoog
September 1971
: 20 jähriges Bestehen des Spielmannzugs
29.Juni 1972
: 50 jähriges Bestehen des VfR Haffen-Mehr-Mehrhoog
1977
: Entstand an der Halderner Straße das evgl. Gemeindezentrum mit Kirchraum
1988
: Vergrößerung des evgl. Gemeindezentrums , Jugendzentrum „Underground“ eingerichtet
31.12.1995
: 6.461 Einwohner
31.12.2000
: 6.623 Einwohner
31.12.2005
: 6.564 Einwohner
31.12.2010
: 6.520 Einwohner


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Andere bekannte historische Schreibweisen:

Ortsschreibweise im Jahre 1807 war Mehr'sche Hoog

Bedeutung des Namens:

Mehr bedeutet, dass der Ort in der Nähe eines langgestreckten, stehenden und hoch liegenden Meer (Gewässer, früherer Rheinarm) liegt. Hoog wird mit höher gedeutet. Mehrhoog ist somit ein höher liegendes Gebiet der alten Gemeinde Mehr.

Erste urkundliche Erwähnung:

Im Jahr 1807 wird der Begriff Mehr'schen Hoog verwendet. Eine Urkunde aus dem Jahr 1838 nennt Mehrhoog in der jetzigen Schreibweise.

Kirche:

Am 1. Oktober 1966 wurde die katholische Kirche in Mehrhoog eingeweiht. Im gleichen Jahr entstand auch die katholische Pfarrgemeinde Mehrhoog. Die Zuständigkeit für die evangelische Bevölkerung von Mehrhoog liegt bei der evangelischen Kirchengemeinde Mehr (siehe auch Text unten: Geschichte der ev. Gemeinde)

Siedlungsgeschichte:

Der Ort entstand erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Durch die Mehr´scher Heide wurde die Bahnlinie Oberhausen-Arnheim gebaut und dort eine Bahnstation errichtet. Um diese herum entwickelte sich der Ort. 1817 hatte Mehrhoog erst 202 Einwohner.
Das Gebiet von Mehrhoog wurde früher als Mehße Hejde oder Mehr´sche Heide bezeichnet und war kaum besiedelt. Erst mit Bau der Eisenbahnlinie Oberhausen - Arnheim, die im Jahr 1856 fertig gestellt wurde und der Tatsache, dass Mehrhoog Bahnstation wurde, entstand das Dorf Mehrhoog. In der Umgebung des Bahnhofes ließen sich Handwerk und Gewerbe nieder und in deren Umgebung Nebenerwerbsstellen mit Landwirtschaft. Lebten im Jahr 1817 auf der Mehr´schen Heide nur 202 Menschen und zählte man 1840 in Mehrhoog 355 Einwohner, so waren es in der zweiten Hälfe des 19. Jahrhunderts bereits über 700.


Territorial- und Verwaltungszugehörigkeit:

1)
Mehrhoog ist bis zur kommunalen Neuordnung immer im Zusammenhang mit dem Ort Mehr und der Gemeinde Haffen-Mehr zu betrachten. Als Teil von Mehr stand es in der Vergangenheit in enger Verflechtung mit der Grafschaft bzw. Herzogtum Kleve. Während des Ancien Régime gehörte Mehr 1789 zum Weselischen Kreis im preußischen Herzogtum Kleve. Zur Zeit der französischen Interimsherrschaft gehörte die Mairie Haldern mit Mehr im Jahr 1813 zum Kanton Rees im Arrondissement Rees, Departement Lippe. In der preußischen Zeit lag Mehr in der Bürgermeisterei bzw. Amt Haldern im Kreis Rees. Der Sitz des zuständigen Regierungsbezirks wechselte im Jahr 1822 von Kleve nach Düsseldorf. Im Rahmen der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 wurde das Amt Haldern aufgelöst. Mehrhoog bildet seitdem mit Brünen, Dingden, Hamminkeln, Loikum, Ringenberg und Wertherbruch die heutige Stadt Hamminkeln.

Am 1. Januar 1975 wurden im Zuge des 2. Neugliederungsprogramms die bis dahin selbstständigen Gemeinden Hamminkeln und Ringenberg des ehemaligen Amtes Ringenberg, die Gemeinden Loikum, Mehrhoog (aus den Gemeinden Haffen-Mehr und Haldern) und Wertherbruch des ehemaligen Amtes Haldern, die Gemeinde Brünen des ehemaligen Amtes Schermbeck (alle im früheren Kreis Rees) sowie die Gemeinde Dingden im Kreis Borken zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen.


2)
1813, zur Zeit der französischen Interimsherrschaft, gehörte Mehrhoog zu Mehr, Mairie Haldern, Kanton Rees im Arrondissement Rees im Departement Lippe. Ab 1816 gehörte Mehrhoog mit damals gerade einmal 202 Einwohnern, weiterhin als Teil von Mehr, zur Gemeinde Haffen-Mehr, die in der Bürgermeisterei bzw. dem Amt Haldern im Kreis Rees in der Provinz Jülich-Kleve-Berg im Regierungsbezirk Kleve. Ab 1822 gehörte der Kreis Rees zur Rheinprovinz im Regierungsbezirk Düsseldorf. Durch die Mehr´sche Heide wurde von 1853 bis 1856 die Bahnstrecke Oberhausen–Arnheim gebaut und in Mehrhoog eine Bahnstation errichtet, wodurch der Ort in der Folgezeit beträchtlich an Größe gewann. Die heutige katholische Kirche wurde am 1.Oktober 1966 eingeweiht. Am 1. Januar 1975 wurde Mehrhoog im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms ein Teil der Gemeinde Hamminkeln, die 1995 zur Stadt erhoben wurde.


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by OENIwww.vfr-mehrhoog.de                                                                                   

 Fußball - Gründungsjahr:1922 - Kreisverband :Rees/Bocholt - Gemeinde :Hamminkeln

by OENIwww.bsv-mehrhoog.de                  

by OENI   www.wolle-mehrhoog.de  

www.feuerwehr-mehrhoog.de 

http://blecking-doggen.de


- Deutsche Doggen aus Mehrhoog

www.bastek-holzbau.de                        - Bernhard Bastek , Holz- und Trockenbau GmbH

www.stephanloser.de                                             - Lotti`s Homepage

www.mehrhooger-bilderwelt.npage.de               - u.a.Luftbilder aus Mehrhoog

www.kattenhorst.de                           -Gestüt und  Reiterverein Kattenhorst in Töven

www.haus-hornecker.de                          -Gaststätte Haus Hornecker in Mehrhoog

www.tv-mehrhoog.de                                            -Sport in Mehrhoog

www.buergerbus-mehrhoog-bbm.de                         -Der Bürgerbus

www.fahrschule-ralph-stephan.de                           -Der Führerschein

www.asv-wts.de                                                  -Schützenverein Töven

www.tambourcorpsmehr.de                                      -Musik aus Mehr

www.gewerbestammtisch-aktiv.de                     -Gewerbestammtisch Mehrhoog e.V

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Es war im Jahre 1856. Damals war Mehrhoog nur von einigen Bauern mit ihren Knechten und Mägden bewohnt. In diesem Jahr wurde der Bahnhof Mehrhoog der „Cölln-Minderner-Eisenbahn“ eingeweiht.
Mit ihm kamen die Bediensteten der Eisenbahn, die vorher meistens beim Militär gedient hatten, und sich nun in Mehrhoog niederließen. Dieses wiederum zog Gastwirte, Kaufleute und Handwerker an.
Mehrhoog, bis dahin Teil des Dorfes Mehr und nur Mehr op et Hoog oder Mehr op der Heiden genannt - es lag auf einem Sandhügel - nahm von nun an eine rasante Entwicklung. Der Bahnhof wurde von der Eisenbahngesellschaft „Mehrhoog“ genannt. Von dieser Zeit an gibt es erst den Namen Mehrhoog. Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie unsere Vorfahren damals lebten. Es gab weder Autos noch Fahrräder, weder Strom noch Radio noch Fernsehen. Manche andere technische Errungenschaft, die für uns heute so selbstverständlich sind wie das tägliche Brot, waren noch nicht erfunden.
In dieser Zeit fanden sich die Männer nach der Tagesarbeit gerne bei einem Schnaps und einem Glas Bier zusammen, um Gedanken von ihrer Arbeit, von der Soldatenzeit und vom Dorfgeschehen auszutauschen. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass eines Tages der Wunsch nach Gründung eines Bürgerschützenvereins für den Ortsteil Mehrhoog laut wurde, insbesondere weil in Mehr schon lange ein Schützenverein bestand. Da hier keine katholische Kirche vorhanden war und die Einwohner nicht mehr nur einer Religion angehörten, war es klar, dass ein überkonfessioneller,
allgemeiner Schützenverein gegründet werden sollte. Auch die Einwohnerzahl betrug bereits über 700, so dass einer Gründung nichts mehr im Wege stand.
Im Jahre 1895 war es endlich so weit. Verschiedene Großbauern, wie Johannes Peters und Heinrich Schawach, auch heute noch bekannte Namen in Mehrhoog, kamen mit ihren Tagelöhnern zur Gründungsversammlung. Dazu gesellte sich der Bahnhofsvorsteher Güssefeld, selbstverständlich ein lang gedienter Soldat, nebst den Bediensteten des Bahnhofs Mehrhoog, die alle zusammen den ersten Verein in Mehrhoog gründeten.
Welche Bedeutung der damalige Bahnhof Mehrhoog hatte, geht schon daraus hervor, dass auf der Dienststelle 25 Beamte beschäftigt waren. Er war verkehrstechnisch die einzige Möglichkeit für die Bauern, ihre Produkte ins Ruhrgebiet zu den Abnehmern zu befördern. Die Bahn hatte die Pferdegespanne, die diese Arbeit bis dahin gemacht hatten, abgelöst.




..... Dieser begann am Nachmittag des 23. März 1945 (Operation Plunder) mit einem Bombenangriff auf die Ruinen von Wesel und einem gewaltigen Artilleriebeschuss. Um 22.30 Uhr griffen erneut 200 viermotorige Bomber Wesel an. Sie warfen noch einmal 1.100 Tonnen Bomben und Luftminen auf die Stadt und das Gelände bis zum Rhein, bevor 1.800 ausgesuchte freiwillige Soldaten ihren Angriff auf das „pulverisierte" Wesel starteten. In Wesel selbst befanden sich zu diesem Zeitpunkt fast keine Zivilisten mehr und außer der Flugabwehr kaum noch kampferprobte Soldaten. Diese erwarteten in ihren Stellungen südlich und nördlich von Wesel den Feind, da es Hinweise auf eine Luftlandung, ähnlich wie in Arnheim, gab. Am 24. März 1945 erfolgte dann auch in der Tat im Raum Wesel - Mehrhoog - Hamminkeln das größte Luftlandeunternehmen der Kriegsgeschichte, in dessen Verlauf über 21.000 Soldaten aus der Luft ins Gefecht gebracht wurden. Diese wurden auf breiter Front von direkt über den Rhein angreifenden Truppen unterstützt.



 Evangelische Kirchengemeinde Haffen-Mehr-Mehrhoog

Über die Anfänge unserer Gemeinde gibt es wenig Informationen. Sicher ist, dass schon 1546 mit Noetermann der erste reformierte Prediger in Mehr wirkte. Um 1580 traten die Herren von Schloss Bellinghoven zur Reformation über. Daher konnten im Schloss wurden ab 1631 evangelische Gottesdienste gefeiert werden. Als Bellinghoven im Jahr 1681 in den Besitz einer katholischen Familie überging, wurden diese Gottesdienste verboten. Die Gemeinde fand eine neue Bleibe auf Haus Averforth, einem alten teilweise noch heute erhaltenen Rittergut am Finkenschlagweg in Haffen. Noch wurden die Evangelischen in Haffen und Mehr vom Pfarrer der Kirchengemeinde Hamminkeln mitversorgt.  Der erste Schritt in die Selbständigkeit wurde 1740 getan: Es wurde das erste Presbyterium gewählt und ein eigenes Gemeindesiegel in Gebrauch genommen. Die Umschrift dieses Siegels lautet „Reformierte Gemeinde Haffen und Mehr“. Von den Ursprüngen her war unsere Gemeinde also reformiert, d.h. sie berief sich auf die Lehren des Schweizer Reformators Johann Calvin. 1741 stellte die Gemeinde einen Schulmeister an und erwarb wenig später ein Schulhaus. Die völlige Selbständigkeit erhielt die Gemeinde im Jahr 1769: Die Verbindung mit Hamminkeln wurde gelöst und der erste Pfarrer Johann Wilhelm Gräber trat sein Amt an. Die Gemeinde umfasste damals etwa 30 erwachsene Gemeindeglieder.  Nun wurde das Ziel verfolgt, eine evangelische Kirche zu bekommen. Der Bau wurde genehmigt. Man bestellte Kalk, kaufte Holz und brannte Steine in einem Ofen hinter der Mehrschen Mühle. 1776 war es dann soweit. Die Kirche wurde gebaut. In Emmerich kaufte man eine Glocke. Unter dem Nachfolger Kühnell wurde das Werk vollendet. Am 9. März 1777 feierte die Gemeinde den Einweihungsgottesdienst. Sie Gemeinde zählte damals 100 Seelen.1880 wurde zum ersten Mal eine Orgel erwähnt.1910 erweiterte man den Kirchenraum und baute einen Turm davor.
Die drei neubeschafften Glocken wurden im ersten Weltkrieg gleich wieder abgeliefert, 1931 ersetzt und im zweiten Weltkrieg wiederum beschlagnahmt. 1960 erhielt die Kirche die dritten Glocken – möge Gott schenken, dass diese nun die Jahre überdauern und die Gemeinde in Frieden zusammenrufen können!
Durch Bomben und Artillerie-Beschuss wurde die Kirche am Ende des Krieges stark beschädigt. Die Instandsetzung nahm danach lange Zeit in Anspruch.
Nebenan findet sich der 1995 mit viel Eigenleistung erbaute Gemeinderaum.  Immer wieder kam es im Lauf der Jahre vor, dass die Pfarrstelle unserer Gemeinde aufgehoben wurde, vor allem aus Kostengründen. Dann wurden die Gemeindeglieder meistens von Haldern, zuweilen auch von Bislich mitversorgt. Zuletzt war das in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts der Fall.
Ab den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wuchs der Gemeindeteil Mehrhoog aufgrund reger Bautätigkeit enorm. So entstand 1977 an der Halderner Straße ein kleines Gemeindezentrum mit Kirchraum und die Gemeinde erhielt 1982 wieder ihren eigenen Pfarrer – Klaus Korell (bis 2003). 1984 wurde der Name unserer Gemeinde geändert. Seitdem heißt sie „Evangelische Kirchengemeinde Haffen-Mehr-Mehrhoog“.
Der Ort Mehrhoog vergrößerte sich erheblich. Viele Menschen zogen aus dem Ruhrgebiet zu. So wurde das Gemeindezentrum in Mehrhoog bereits 1988 vergrößert und dabei das Jugendzentrum „Underground“ eingerichtet.  Durch die kommunale Neugliederung wurden Haffen-Mehr zur Stadt Rees und damit zum Kreis Kleve zugeordnet, Mehrhoog dagegen wurde Ortsteil der Stadt Hamminkeln, Kreis Wesel. Aufgrund ihrer fast 500-jährigen Tradition versteht sich die Evangelische Kirchengemeinde jedoch weiterhin als eine Einheit und Gemeinschaft.
Heute umfasst die Kirchengemeinde etwa 2.800 Gemeindeglieder.(Jan.2012)




-----     Siedlung wärmt sich aus der Erde      VON BERNFRIED PAUS - zuletzt aktualisiert: 03.11.2007 Wesel (Rheinische Post)     -----

Das Wohnprojekt „Zur alten Schule“ in Mehrhoog ist fertiggestellt. Rund 200 Menschen haben hier ein neues Zuhause gefunden. Der Deutsche Siedlerbund hat die traditionelle „Gruppenselbsthilfe“ in die Moderne geführt. Bewohner schätzen die großfamiliären Beziehungen.

Der Siedlervorstand: Wilhelm Jablowski (Vorsitzender), Jens Oendorp (Vize), David Lipkowsky (Kasse), Stephan Loser (Schriftführer), Frank Girnth (Beisitzer).

Mehrhoog : Emma Lipkowsky (90) ließ es sich nicht nehmen, ihrem Enkel David persönlich zum 23. Geburtstag zu gratulieren. Die alte Dame aus Ringenberg nahm dafür sogar eine besondere Anstrengung auf sich. Sie ließ sich in die Siedlung „Zur alten Schule“ nach Mehrhoog fahren. Dort stieg sie draußen die eisernen Stufen ins zweite Obergeschoss des Neubaus empor, in dem Davids schicke Eigentumswohnung fast fertig ist. Denn hier setzt der Enkel eine traditionelle Idee fort, für die Opa Ernst wie kein Zweiter gelebt hat. Mit dem Projekt hat der Deutsche Siedlerbund die Idee der Gruppenselbsthilfe in die neue Zeit geführt. Dass Ernst Lipkowskys Enkel hier auch eine familiäre Tradition forführt, ist ein schöner Zufall und unterstreicht, dass der solidarische Gedanke, gemeinsam was auf die Beine zu stellen, was allein kaum möglich ist, lebt. Da packt Papa Bruno – wie Siedlerbund-Architekt Ulrich Kortmann in der SPD-Planungsgruppe der Stadt – gern mit an.

15 Häuser, 43 Mietwohnungen :

Vor fünf Jahren ist der Siedlerbund nahe der alten Dorfschule an der B 8 eingestiegen, auf einer Fläche von 12 000 Qudratmetern eine generationsübergreifende Wohnanlage mit Modellcharakter zu realisieren. Durch eine Kombination aus Einfamilienhäusern und Mietwohnungen sollen sich hier junge Familien, alleinstehende, behinderte und ältere Menschen gleichermaßen wohlfühlen. Gemeinschaftsanlagen sollen die Gemeinschaft fördern.

Auch die Häuslebauer sind zufrieden mit dem, was sie sich hier geschaffen haben, auch wenn die Gemeinschaftsleistung sich mehr aufs gemeinsame Ordern von Materialen beschränkt hat. Das macht sich im Geldbeutel bemerkbar und zahlt sich ökologisch aus. Für Wärmepumpen gab’s als Sammelbestellung merklich Rabatt. Und Erdwärme ist angesichts galoppierender Energiepreise ein ständiger Grund für Freudenhüpfer. Eine Doppelhaushälfte zu beheizen und mit warmen Wasser zu versorgen, koste kaum 300 Euro, so Architekt Ulri ch Kostmann. Pro Jahr, versteht sich. „Und wir frieren nicht“, beteuert Wilhelm Jablowski, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft. Seine Aufgabe sieht er so: „Die Häuschen stehen. Jetzt geht’s darum, die Gemeinschaft zu stärken."

Mit einem „Tag der offene Tür“ wird das Siedlungsprojekt Samstag, 17. November 2007, 15 Uhr, offiziell eingeweiht. Neben Bürgermeister und Landrat kommt ein Vertreter der Bezirksregierung.


-----     Wärmepumpensiedlung "Zur alten Schule" in Hamminkeln-Mehrhoog   ,  Pressemitteilung vom 24.08.2004 | 16:34Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung NRW     -----


In MEHRHOOG entsteht unter der Schirmherrschaft des Deutschen Siedlerbundes auf einem 12.000 m2 großen Grundstück eine Siedlung mit drei freistehenden Einfamilienhäusern und 12 Doppelhaushälften. Die benötigte Energie für die Beheizung derRäume und die Warmwasserbereitstellung wird ausschließlich mit Erdwärme unter Verwendung der Wärmepumpentechnik bereitgestellt.
Wärmepumpenanlagen erfordern im Vergleich zur konventionellen Wärmeerzeugung deutlich höhere Anfangsinvestitionen.Dafür sind die laufenden Kosten während des Betriebes wesentlich geringer, weil die Wärmeenergie aus der Erde kostenlos zur Verfügung steht. Obwohl die marktgängigen Wärmepumpen mit elektrischer Energie betrieben werden, ist die Ökobilanz solcher Heizungssysteme positiv. Der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien an der Strom-erzeugung wird diese Bilanz in der Zukunft noch weiter verbessern. Auch die Ökonomie bei der Wärmepumpe stimmt: Die Wärmeversorgung der Siedlung in Mehrhoog ist - auf eine 15-jährige Betriebszeit gerechnet - auch ohne öffentliche Förderung wirtschaftlich.
Trotz dieser guten Rahmenbedingungen werden Wärmepumpen in Deutschland nur in 2-3 Prozent der Neubauten installiert.Dies liegt auch an unzureichenden Informationen über die ökonomischen und ökologischen Vorteile dieses Heizungssystems.
Mit dem "Wärmepumpen-Marktplatz NRW" der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW sollen diese Defizite beseitigt werden.


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altes Bahnhofsgebäude Mehrhoog

Zur Alten Schule , MehrhoogSiedlung "Zur Alten Schule"

Zur Alten Schule , MehrhoogSiedlung "Zur Alten Schule"

Zur Alten Schule , MehrhoogSiedlung "Zur Alten Schule"

Bahnhof MehrhoogBahnhof Mehrhoog

 
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